Freitag, 27. September 2013

Die Berliner Unterwasser-Oper


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 Eine Oper, in der die Sopranistin mit Tauchausrüstung ins Wasserbecken schreitet und Klänge aus der antarktischen Tiefsee zu hören sind - solche Aufführungen der Berliner Unterwasser-Oper wird das Publikum so schnell nicht vergessen.

Inspiration im Schwimmbad

Die Idee des Konzepts entstand im Jugendstilbad Berlin-Neukölln, wo die Sängerin und leidenschaftliche Schwimmerin Claudia Herr ihre Bahnen zog. Das dekorative Ambiente inspirierte die Opernsängerin, aus dem Schwimmbad einen Opernsaal zu machen. Im September 2012 führte das Ensemble um Claudia Herr die Premiere von "AquAria Palaoa" auf. Das Werk handelt von einer jungen Frau, die auf der Suche nach der ewigen Jugend ist und auf ihrer Reise einen garstigen Schwertwal sowie junge und alte Robben trifft.

Besondere Herausforderungen

Eine Oper, die sich teilweise im Wasser abspielt, muss sich den veränderten Gegebenheiten anpassen. Mit Sauerstofflasche auf dem Rücken und Atemgerät singt die Sängerin unterwasser. Ihre Töne werden über Hydrophone (Unterwassermikrofone) an die Oberfläche übertragen und über Lautsprecher dem Publikum hörbar gemacht. Mit verringerter Lautstärke ertönt der Gesang durch die Halle, ohne verständliche Worte.

Wissenschaft und Kunst

Die Berliner Unterwasser-Oper macht deutlich, wie gut Kunst und Wissenschaft voneinander lernen und profitieren können. Claudia Herr und ihr Ensemble kooperieren mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Die erforschten Wal- und Robbengesänge aus der Antarktis werden in die Opernwerke integriert und verstärken die besondere Atmosphäre der Aufführungen. Die Forscher des AWI gewinnen neues Wissen aus den Erfahrungen der Sopranistin, denn in der menschlichen Kehlkopf- und Stimmanatomie gibt es viele Parallelen zu den Robben. 

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Freitag, 20. September 2013

Bundestagswahlen in Deutschland 2013 - Alle (vier) Jahre wieder




Alle Deutschen werden im Abstand von vier Jahren zu den Wahlurnen gerufen. Es geht dann jeweils um die Wahlen zum Deutschen Bundestag. Und damit beginnt für die Politik der Kampf um die Gunst der Deutschen und um jede einzelne Wählerstimme. Aber was für viele Wahlberechtigte lebendige Demokratie ist, bedeutet für politikmüde Wähler eher Heuchelei.

Vorfeld der Bundestagswahlen

Bereits Monate vor den eigentlichen Bundestagswahlen wird aufgerüstet. In der Regel beginnt die Jagd nach dem Wähler mit einem neuen Parteiprogramm und ggf. mit der Auswahl eines geeigneten Kanzlerkandidaten. Für die Parteien ist das gleich in mehrfacher Hinsicht entscheidend, weil mit einem falschen Kandidaten das Interesse der Bevölkerung und die wichtigen Spendengelder für den Wahlkampf ausbleiben. Zeitgleich laufen hinter den Kulissen zahlreiche Vorbereitungen und Formalitäten, die bei einer Bundestagswahl zwingend vorgeschrieben sind. Dazu zählt beispielsweise die Entscheidung über die Parteieigenschaft oder auch die Entscheidung über mögliche über Zulassungsbeschwerden. Die Federführung liegt dabei beim Bundeswahlausschuss.

Politik trifft Wähler

Etwa drei Monate vor dem Wahltermin beginnen die 34 Parteien, die 2013 zur Wahl stehen, mit dem aktiven und bürgernahen Wahlkampf. Plakate, Fernsehspots, Interviews, Talkshows und Hausbesuche sollen den jeweiligen Kandidaten bekannt machen und der Partei den Rücken stärken. Und weil kleine Geschenke die Freundschaft erhalten, werden die Bürger zusätzlich mit kleinen Aufmerksamkeiten wie Kugelschreiber, Aufkleber, Einkaufschips oder Luftballons beglückt. Mit näher rückendem Wahltermin steigt die Häufigkeit von diversen Wahlkampfveranstaltungen – gerne auch mit Volksfestcharakter. Inhaltlich haben die Vertreter der Parteien und Wahlkreise dabei die Möglichkeit, ihr Wahlprogramm und die zugesagten Änderungen im Falle eines Sieges bei den Bundestagswahlen dem Mann auf der Strasse zu erläutern.

Die klaren Fakten

Gleichzeitig mit dem Wahlkampf erhöhen auch die Statistiker, Journalisten und Meinungsforscher ihre Schlagzahl. Mit Umfragen und Analysen wird versucht, ein möglichst exaktes Stimmungsbild aufzuzeigen und auf dessen Grundlage die Spreu vom Weizen zu trennen. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist die sogenannte Sonntagsfrage:
(„Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre …“).

Der Tag der Wahrheit

Am Abend des 22. September 2013 schlägt für die Parteien die Stunde der Wahrheit. Für alle Parteien, die sich zur Bundestagswahl gestellt haben, entscheidet sich nun, ob Sekt oder Selters serviert wird. Für die grossen Parteien geht es um die Regierungsgewalt, um eine mögliche oder notwendige Koalition oder um einen Regierungswechsel. Kleine etablierte Parteien kämpfen um ihr Überleben (Stichwort Fünfprozenthürde) und die neuen Exoten, die jede Wahl mit sich bringt, könnten ihre ersten Sitze im Bundestag ergattern.

Aber ganz gleich, bei welchen drei Buchstaben die Wähler am 22. September ihr Kreuz machen werden, ist ein Wahljahr immer eine auch eine sehr aufregende Zeit, weil jeder Deutsche sein Land aktiv mitgestalten kann. Daher sollte der verantwortungsvolle Gang zur Urne zur Selbstverständlichkeit werden, denn der Bundestag 2013 – 2017 geht alle Deutschen etwas an. 

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